Intermodaler Containertransport ist ein zentraler Hebel für nachhaltige Logistik: Er erleichtert den Wechsel zwischen Lkw, Bahn und Schiff und kann Emissionen sowie Transportkosten reduzieren.
Container ermöglichen intermodale Transportketten, bei denen die Ware in einer Ladeeinheit bleibt. Beim Wechsel des Verkehrsträgers wird in der Praxis die Ladeeinheit am Terminal umgeschlagen – das schafft planbare Prozesse und unterstützt den Modal Shift auf Schiene und Schiff.
Was bedeutet intermodaler (kombinierter) Transport mit Containern?
Intermodaler Transport bedeutet: Güter werden in einer Ladeeinheit (z. B. Container) mit mindestens zwei Verkehrsträgern transportiert. Beim Wechsel des Verkehrsträgers wird in der Praxis die Ladeeinheit am Terminal umgeschlagen – die Ware bleibt in der Ladeeinheit.
Der kombinierte Verkehr setzt typischerweise darauf, dass der Hauptlauf über Schiene oder Schiff erfolgt und der Lkw nur den Vor- und Nachlauf übernimmt.
Warum Container Prozesse effizienter machen
Container sind standardisiert und weltweit etabliert. Das bringt in der Praxis klare Vorteile:
Weniger Handling der Ware: Die Ladeeinheit wird bewegt, nicht jedes einzelne Packstück.
Schnellere Umschlagprozesse: Terminals sind auf standardisierte Einheiten optimiert.
Planbarkeit & Skalierbarkeit: Standardgrößen erleichtern Disposition, Lagerplanung und Kapazitätsmanagement.
Schutz & Sicherheit: Geschlossene, versiegelbare Einheiten reduzieren Risiken für Schäden und Verluste.

CO₂ senken mit intermodalem Containertransport: Bahn & Schiff
Der größte Klimahebel beim intermodalen Containertransport entsteht, wenn Transporte vom Straßengüterverkehr auf Schiene oder (Binnen-)Schiff verlagert werden.
In Deutschland werden (durchschnittlich) folgende Treibhausgasemissionen pro Tonnenkilometer ausgewiesen (CO₂e, g/tkm; Bezugsjahr 2024):
Lkw gesamt (ab 3,5 t zGG): 118 g CO₂e/tkm
davon Last- & Sattelzüge (typisch im Fernverkehr): 101 g CO₂e/tkm
Güterbahnen: 14 g CO₂e/tkm
Binnenschiffe: 32 g CO₂e/tkm
Quelle: Umweltbundesamt (UBA), TREMOD 6.71B (10/2025), Bezugsjahr 2024.
Beispielrechnung (einfach & nachvollziehbar)
Sie transportieren 20 Tonnen über 500 km.
- Tonnenkilometer: 20 t × 500 km = 10.000 tkm
- Emissionen (typischer Fernverkehr: Last- & Sattelzüge = 101 g/tkm):
Lkw: 101 g/tkm × 10.000 tkm = 1.010.000 g = 1.010 kg = 1,01 t CO₂e
Bahn: 14 g/tkm × 10.000 tkm = 140.000 g = 140 kg = 0,14 t CO₂e
Differenz (Durchschnitt): 1,01 − 0,14 = 0,87 t CO₂e weniger.
Hinweis: Das sind Durchschnittswerte. Reale Emissionen hängen u. a. von Auslastung, Strecke, Strommix sowie Vor- und Nachlauf ab.
Nachhaltigkeit durch Lebensdauer und Wiederverwendung
Container sind robust konstruiert und werden in der Praxis häufig über viele Jahre genutzt. Nachhaltig wird das besonders dann, wenn Unternehmen:
gebrauchte Container einsetzen (ressourcenschonend),
One-Way Container nutzen (nahezu neuwertig, oft wirtschaftlicher als neu),
Container reparieren, aufbereiten oder umbauen statt neu zu produzieren.
Beispiele: 20 Fuß One Way, 40 Fuß gebraucht

Container kaufen oder mieten – was ist nachhaltiger?
Container mieten (oft sinnvoll bei):
kurzfristigem Bedarf (Peak-Saison, Projektgeschäft),
wechselnden Standorten,
klarer Budgetplanung (Planbarkeit der Laufzeitkosten).
Container kaufen (oft sinnvoll bei)
langfristigem Bedarf,
individueller Ausstattung/Modifikation (z. B. Isolierung, Elektrik, Umbau),
wiederholten Einsätzen (dauerhafte Logistik- oder Lagerlösung).
Praxis-Tipp: Wenn Nachhaltigkeit und Kosten im Fokus stehen, ist “neu vs gebraucht/one-way” oft wichtiger als “kaufen vs mieten”.
Welche Containertypen passen zu nachhaltigen Logistikkonzepten?
Die richtige Wahl verhindert Leerraum, Zusatzfahrten und Umplanungen:
Standardcontainer: für Lager und klassische Transport-/Logistikaufgaben
High Cube: mehr Innenhöhe – sinnvoll bei voluminösen Gütern
Open Top: ideal für Maschinen/Projektladung mit Überhöhe
Double Door / Open Side: schneller Zugriff – reduziert Standzeiten beim Be- und Entladen
Kühlcontainer (Reefer): für temperaturgeführte Logistik (mit sauberer Energieversorgung besonders relevant)
So holen Unternehmen das Maximum aus Containerlogistik heraus
Passende Größe wählen (Überdimensionierung erzeugt Leervolumen und unnötige Kosten).
Transportdistanz reduzieren (Lieferung aus möglichst nahem Bestand/Depot).
Intermodal prüfen bei längeren Strecken (Hauptlauf Schiene/Schiff, Lkw nur Vor-/Nachlauf).
Beladung optimieren (Auslastung ist ein zentraler Emissionstreiber pro tkm).
Mehrere Lieferungen bündeln (weniger Fahrten, bessere Kapazitätsnutzung).
Zustand bewusst wählen (gebraucht/one-way spart Ressourcen und oft Budget).
Umbau statt Neukauf (Modifikation verlängert Nutzungsdauer).
Intermodaler Containertransport: Weniger Schnittstellen, mehr Planungssicherheit
In der Praxis scheitert nachhaltige Logistik häufig nicht am Ziel, sondern an der Umsetzung: fehlende Verfügbarkeit, unklare Zuständigkeiten und zu viele Schnittstellen. Wenn Unternehmen Container, Transport und (bei Bedarf) Modifikation gebündelt planen, profitieren sie von:
weniger Abstimmungsaufwand,
schnellerer Projektabwicklung,
höherer Termintreue,
besserer Kostenkontrolle.
Wenn Sie intermodalen Containertransport planen, unterstützen wir Sie mit Containerkauf, Miete, Transport und Modifikation!
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